Implikationen für Online-Händler und wie sie sich langfristig Erfolg sichern können

Die meisten Online-Händler wachsen anfangs stark durch ihren Internetauftritt und performanceorientiertes Marketing in verschiedenen Kanälen (z.B. Facebook oder Instagram). Doch irgendwann gelangen sie zu einem Punkt, an dem ihr Wachstum abnimmt und sie sich die Frage stellen, wie sie neue Kunden erreichen, ihr Markenerlebnis ausbauen und signifikante Marktanteile erreichen. Der zweite Teil des Blogposts über Online-Händler gibt einen Überblick, wie sich Online Marken langfristig erfolgreich etablieren können und welche Rolle stationäre Präsenz für die eigene Marke spielt.

Da sich die Produkte vieler Online-Händler nicht besonders stark unterscheiden, fehlt häufig eine bestimmte Unique Selling Proposition (USP), um zum absoluten Marktführer in einer Kategorie zu werden (Category Killer). Dazu gibt es verschiedene Ansätze. Während das amerikanische Modelabel Everlane auf radikale Transparenz setzt, fokussiert sich der Brillen-Anbieter Warby Parker zum Beispiel auf soziale Verantwortung und spendet bei jedem Verkauf eine Brille an Bedürftige.

Wie auch immer ihr Alleinstellungsmerkmal aussieht – die meisten Online Händler vereint eine starke Fokussierung auf die Markenbildung durch das Erwecken von Emotionen und Exklusivität. Hinzu kommt, dass viele Kunden zunehmend eine stärkere Beziehung zum Hersteller verlangen und wissen möchten, woher die Produkte kommen und wie sie produziert werden. Kundenerziehung durch Porträts über die Erzeuger, Blogposts und direkten Kundenkontakt haben sich infolgedessen zu einem essentiellen Marketinginstrument entwickelt.

Laut der Studie „5 Thesen zur Zukunft des Einzelhandels“ werden bis 2020 90 Prozent aller reinen Online-Händler wieder verschwunden sein. Um nachhaltig erfolgreich zu bleiben, müssen online und stationärer Handel also zusammen zum „Digital Commerce“ wachsen. Warum? Lokal einzukaufen liegt stark im Trend, wie eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach bestätigt: 88% der Befragten schätzen am stationären Handel, dass man Produkte haptisch vor Ort erleben kann und 85% halten Einkaufsmöglichkeiten im nahen Umfeld für gut bzw. sehr gut.

Genau hier setzten wir mit unserem Konzept store2be an. store2be gibt aufstrebenden Marken die Möglichkeit, Aktions- und Verkaufsflächen flexibel anzumieten und damit zur richtigen Zeit, am richtigen Ort die richtigen Kunden zu erreichen. Die stationäre Präsenz ermöglicht es, Hintergründe über die Produkte zu erzählen und gibt potentiellen Kunden die Chance die Produkte zu testen. Viele Kunden sehnen sich nach Markenerlebnissen, die sie Online nicht bekommen. Dazu zählen beispielsweise Store Openings, Product Shows oder interaktive Tablets. Gleichzeitig können neuste Technologien eingesetzt werden, um das Kaufverhalten zu analysieren.

Zuletzt ist es entscheidend, dass man bei zusätzlicher stationärer Präsenz den Kunden über verschiedene Kanäle hinweg weiterhin ein makelloses Einkaufserlebnis bietet. Konsumenten denken nicht in Vertriebskanälen, sondern möchten einkaufen wann und wo sie möchten - ein einziger Vertriebskanal ist langfristig nicht ausreichend. Eine über alle Kanäle konsistente Ansprache an den Kunden ist deshalb erfolgsentscheidend. Dies wird durch das Feedback von Online Marken bestätigt, die zum ersten Mal Offline auftreten. Durch den Kundenkontakt vor Ort erfahren sie teilweise zum ersten Mal direktes Feedback und können daraufhin die Ansprache ihrer Online Kanäle optimieren.

Für uns als Konsumenten ist es spannend, was sich Online Marken noch alles einfallen lassen, um uns als Kunden zu gewinnen. Eins ist auf jeden Fall klar, langweilig wird es mit dem zunehmendem Wettbewerb im Netz auf jeden Fall nicht.